Türkei 2011: 10. Tag: Von Selçuk nach Izmir

Gegen 9.30 Uhr brechen wir auf, um das archäologische Highlight unserer Reise zu besichtigen: Ephesos. Die antike Stadt (7,50 Lira Parkgebühr, 20 Lira Eintritt) soll die best erhaltene im östlichen Mittelmeerraum sein. Auf uns macht Ephesos eher so den Eindruck, als hätten dieses Versprechen alle Touristen der Region gelesen und pilgern nun hierher. Zwischen der berühmten und beeindruckenden Celsusbibliothek und dem obern Teil der Ausgrabungsstätte auf der Kuretenstraße quetschen und drängeln sich schier unendlich viele Touristen. Die antike Stadt ist völlig überlaufen und so bleibt trotz der frühen Stunde wenig Motivation sich zu den einzelnen Ausgrabungen durchzukämpfen. Einen ruhigen Platz finden wir dennoch: Die Hanghäuser. Sie kosten zwar zusätzliche 15 Lira Eintritt, doch diese Investition lohnt sich auf alle Fälle. Hier sehen wir, wie unter der Regie Österreicher Archäologen die Hanghäuser rekonstruiert werden: Hier puzzeln die Archäologen Mosaike aus Trümmern zusammen, sie zeichnen Wandbilder nach und bauen die Wohnblocks aus der römischen Zeit wieder auf – wirklich beeindruckend.

Nach soviel Kampferfahrung beim Drängeln und Schieben zu Fuß in Ephesos fühlen wir uns bereit für die Autofahrt zu unserem Endpunkt der Reise: Izmir. Knapp 5 Millionen Einwohner hat die Stadt und so können wir uns langsam wieder an die Bosporus-Metropole Istanbul gewöhnen. Das Izmir groß ist, war uns bewusst, aber dass es beispielsweise so viele Autobahnabfahrten gibt? Ok, wir müssen zu unserem Hotel nach Konak im Zentrum der Stadt – also folgen wir der Ausschilderung und halten das Handy mit Navigationsfunktion bereit, denn nach der passenden Autobahnabfahrt sind wir so mit dem Straßenverkehr beschäftigt, dass wir kaum noch einen Blick für die wenigen Straßenschilder haben. Ok, da ist der Bahnhof Basmane – wir scheinen uns dem Hotel zu nähern. Plötzlich möchte die Frau aus dem Navi, dass wir wenden. Naja, wäre in der Mitte keine Leitplanke, würden wir das selbst auf der 4-spurigen Straße probieren – typisch türkisch eben -, aber so wird es schwer. Bei der nächsten Gelegenheit machen wir eine scharfe Wende und 5 Minuten, mehrere kleine Gassen später, finden wir uns vor dem Hotel Konak Saray wieder. Der Parkplatz befindet sich ums Eck. Auto abgestellt und wenig Später reibungslos an den Vermieter übergeben, sind wir nun wieder auf unsere Füße und den Bus angewiesen, der uns am nächsten Abend nach Istanbul bringen wird.

Zur Diashow (Klick auf das Foto):
Die Celsus-Bibliothek (auch Bibliothek des Celsus) ist ein antikes Bibliotheksgebäude in Ephesos (Efes)

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Eine Antwort zu “Türkei 2011: 10. Tag: Von Selçuk nach Izmir

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