Türkei 2011: 8. Tag: Von Marmaris nach Bodrum

Die merkwürdige Stadt, das unschöne Hotelzimmer und das schlechte Frühstück treiben uns am 8. Tag unserer Reise aus Marmaris. Natürlich hatten wir die Hoffnung, uns in Bodrum wohler zu fühlen. Doch weit gefehlt. Wir haben im Hotel „Mars Otel“ ein Zimmer reserviert und werden mit „Ich habe kein Zimmer für euch frei“ begrüßt. Na vielen Dank! Kurzerhand schwingt sich der füllige Hotelbetreiber auf den Beifahrersitz unseres Wagens und bringt uns zu einer Ersatzbehausung. Im Auto nennt er uns die Vorzüge: hübsch und 20 Meter vom Strand weg. Das Hotel ist weder hübsch noch einladend. Es ist schrecklich: Die Bettwäsche hat schon mindestens 3 Gäste gesehen ohne gewaschen zu werden und das Zimmer sowie das Bad haben seit der Eröffnung noch nie Reinigungsmittel gesehen. Die Anpreisung „20 Meter vom Strand“ bedeuten auch: 20 Meter von der Partymeile entfernt. Die Nacht ist laut.

So schlecht die Unterkunft auch ist, so schön finden wir Bodrum. Die Stadt ist viel entspannter als Marmaris, etwas gehobener und hier laufen keine vom Hautkrebs geplagten Engländer mit nacktem Oberkörper durch die Gassen. Sehenswert sind nicht nur die Strandpromenade sondern auch das Kastell St. Peter (Eintritt 10 Lira). Darin ist auch das Museum für Unterwasserarchäologie untergebracht. Leider war es bei unserem Besuch jedoch geschlossen. So genießen wir also den kleinen Spaziergang durch die Burg mit immer wieder tollen Blicken auf die Stadt und den Hafen. Die hier liegenden Yachten sind um einiges imposanter als in Marmaris – Geld scheint in Bodrum keine Rolle zu spielen, wie wir an den zahlreichen Gold-Zentren erkennen.

Das eigentlich Highlight Bodrums steht uns aber noch bevor: Das Mausoleum – einst war es eines der Sieben Antiken Weltwunder heute ist es nicht mehr als eine Steinansammlung, wo man schon viel Phantasie braucht, um sich ein Mausoleum im hellenistischen Stil in weißem Marmor vorzustellen. Fast 19 Jahrhunderte hat es überlebt, bis 1522 Kreuzritter es abrissen, um Baumaterial für das Kastell St. Peter zu gewinnen. Bewegender als die Ruinen ist vielleicht die Örtlichkeit – hier stand eines der Sieben Antiken Weltwunder. Das Mausoleum von Halikarnassos war seit seiner Fertigstellung so berühmt, dass der Begriff Mausoleum seitdem als Synonym für eine großartige Grabanlage steht.

Zur Diashow (Klick auf das Foto):
Yachten im Hafen der Touristenstadt Bodrum

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Eine Antwort zu “Türkei 2011: 8. Tag: Von Marmaris nach Bodrum

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