Monatsarchive: Februar 2012

Älteste Stadt Deutschlands: Trier

Vor mehr als 2000 Jahren wurde die heutige Stadt Trier unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet. Damit beansprucht die kreisfreie Stadt im Westen von Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Stadt Neuss den Titel der “ältesten Stadt Deutschlands”. Bereits die Römer sollen Trier als Stadt anerkannt haben und nicht nur als Siedlung oder Heerlager. Noch heute zeugen zahlreiche Baudenkmäler in Trier von der frühen Geschichte: Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem das Amphitheater, die Barbarathermen und Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, der Dom und die Liebfrauenkirche sowie natürlich eines der weiteren UNESCO-Weltkulturerben Porta Nigra.

Bildband „Magnum Contact Sheets“


Im Zeitalter der digitalen Fotografie kennt sie kaum noch einer: Kontaktabzüge. Nachdem der analoge Film entwickelt wurde, haben die Fotografen ihn in Streifen geschnitten und anschließend nebeneinander gelegt auf einem Bogen Fotopapier ohne Vergrößerung ausbelichtet. Dabei entstand eine Übersicht aller Fotos, der sogenannte Kontaktabzug oder auf Englisch: Contact Sheet.

Und diesem widmet sich nun ein Bildband der legendären Bildagentur Magnum. Mit „Magnum Contact Sheets“ bietet die Agentur auf knapp 500 Seiten den Betrachtern einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der berühmtesten Aufnahmen aus ihrem Archiv. Zeigen doch Kontaktabzüge nicht nur das verwendete Foto sondern auch Aufnahmen unmittelbar davor und danach. Darüber hinaus ist das Bild im Kontaktabzug ohne Bearbeitung oder Beschnitt ersichtlich.

Auf knapp 140 Kontaktbögen bekommt der Betrachter die unverfälschte Entstehungsgeschichte weltberühmter Aufnahmen wie die der Boxlegende Mmuhammad Ali oder Ernesto ‚Che‘ Guevara zu sehen. Am Ende des Bildbandes kommen aber auch die Herausgeber nicht um die digitale Welt umher: So muss als Kontaktabzug auch ein Screenshot von Adobe Lightrooms herhalten. Als Rückblick auf die letzten Jahrzehnte und als Einblick in die großartige Arbeit der Magnum-Fotografen rechtfertigt der Bildband auch seinen Preis von knapp 90 Euro für die Englische Origionalversion und knapp 100 Euro für die Deutsche Übersetzung.


Orchidee (Orchidaceae) #2

Blühende Orchidee (Orchideengewächse / Orchidaceae)

Blühende Orchidee (Orchideengewächse / Orchidaceae)

Petra Roth als Bundespräsidentin?

Wird Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) die Nachfolgerin von Christian Wullf? Bei der CSU-Präsidiumssitzung am Samstag ist ihr Name als Kandidatin für das Amt gefallen. Im Sommer gibt sie ihren Posten als Oberbürgermeisterin auf und hätte Zeit, Bundespräsidentin zu werden.

Petra Roth (CDU, Oberbürgermeisterin Frankfurt am Main) mit Deutschlandflagge und Bundesadler im Hintergrund

„Unser Zug hat zurzeit eine Verspätung von knapp 6 Stunden“: Willkommen bei der Deutschen Bahn

Reisende im ICE 1655 von Wiesbaden nach Dresden mussten sich am 16. Februar 2012 auf ihrer Fahrt stark gedulden und selbst für die Deutsche Bahn extreme Verspätungen verkraften. Die Ankunft in Dresden Hauptbahnhof war für kurz nach 22 Uhr geplant. Um 3.48 Uhr des folgenden Tages erhielt ein Ersatzzug schließlich Einfahrt in Dresden – mit nicht ganz sechs Stunden Verspätung. Damit war für viele Reisende, die aber noch ein anderes Ziel hatten, die Tortur noch lange nicht am Ende.

Ein während der Fahrt geführtes Facebook-Protokoll erklärt, was passiert ist. (Protokoll ist nachträglich aus dem Gedächtnis teils ergänzt wurden und die Zeitangaben wegen der zunehmenden Müdigkeit geschätzt):

19:52 Uhr, Weimar: Hat jemand Kohle für unsere Lok? Unser Triebwagen hat wohl ein Problem und wir stehen in Weimar – die Notbeleuchtung soll nun auch ausgeschaltet werden, weil die Batterien leer sind. Hmm. Wofür gibt es die Oberleitung?

19:58 Uhr, Weimar: „Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit.“

20:10 Uhr, Weimar: Ah ok, unser Zug hat die Oberleitung runtergeholt. „Ein Ausstieg wäre Lebensgefährlich.“ Hätte ich in Physik mal aufgepasst. Wie war das mit der Erdung und so?

20:15 Uhr, Weimar: Nach den Erfolggeschichten „Kein Sitzplatz für Schwangere“ und „Vorwärts nimmer“ kommt nun der 3-Teiler „Gefangen im Zug – Lebensgefahr“ von den Betreibern der Deutschen Bahn.

30 Minuten später, Weimar: Hat die DB den „Oberleitungsbeauftragten“ noch immer nicht überzeugen können, vom Fasnachtsball zum Zug zu kommen?

20:53 Uhr, Weimar: Zum Glück bin ich ein Vollzahler mit Bahncard 50 – da ist die Erstattungssumme höher als bei einem Sparticket. Die „Fahrgastrechte-Formulare“ werden schon ausgeteilt mit dem Kommentar: „Lassen Sie die Verspätung erstmal offen, wer weiß, wie lange das noch dauert“

20:56 Uhr, Weimar: Temperatur im Zug: gefühlte 15 Grad, aber die Reisenden kochen – vor Wut.

20:57 Uhr, Weimar: Hat die Deutsche Bahn eigentlich Beteiligungen an den Mobilfunkanbietern? Alle telefonieren hier und verkünden die aktuellen Verspätungen.

21:00 Uhr, Weimar: Der Oberleitungschef torkelt über den Bahnsteig (das ist keine Tatsache sondern nur eine Anspielung auf den Post mit dem Fasnachtsball). Endlich sieht man Menschen am Bahnsteig.

21:02 Uhr, Weimar: Nun folgt dem Oberleitungsmeister die Polizei. Hmmm.

21:15 Uhr, Weimar: Die DB erhöht: nun mindestens 80 Minuten – wer geht mit oder bietet mehr?

21:20 Uhr, Weimar: Die Reisenden kapitulieren. Stimmung wird besser. Erste Freundschaften werden unter den Fahrgästen geschlossen.

21:25 Uhr, Weimar: Ich erhöhe mal auf 120 Minuten Verspätung (noch nicht bestätigt) oder warum verteilt die Bahn nun Freigetränke?

21:40 Uhr, Weimar: lange nichts Neues, ich glaube, die haben uns hier vergessen.

21:45 Uhr, Weimar: „Im Wagen 23 wurde jetzt eine Tür geöffnet, allerdings fehlt eine Trittstufe. Wer rauchen möchte, bitte Vorsicht beim Aussteigen“

21:55 Uhr, Weimar: Die Zugbegleiter (nicht Schaffner – weil die schaffen heute nichts mehr) verteilen „Wir möchten uns entschuldigen!!“-Kärtchen. Neben dem doch leicht hämisch anmutenden Grinsen der Dame auf dem Foto wird uns eine Wiedergutmachung versprochen. Einfach die Karte ausfüllen und abschicken.

22:05 Uhr, Weimar: Genug Zeit, um erste Spiele unter den Reisenden zu starten: Was wird die Wiedergutmachung sein?

22:10 Uhr, Weimar: Es hat sich eine Gruppe gefunden, die die Bar leer macht. Solange die kaufen, gibt es nie Freibier 😦

22:15 Uhr, Weimar: Die DB sucht jetzt – 2,5 h später – eine Diesellok, die uns nach Leipzig zieht. *freu*

22:40 Uhr, Weimar: 170 Minuten und es bewegt sich noch immer nichts. Ab 400 Minuten soll es dann Freibier geben – habe ich gehört. *Wunsch*

23:00 Uhr, Weimar: Stehen doch noch in Weimar. Nachtrag: Der uns mit einem Abstand von 2 Stunden nachfolgende ICE hat nicht gehalten, weil wir nicht alle reingepasst hätten. Die haben das Ding einfach durchfahren lassen …. *fassungslos*

23:10 Uhr, Weimar: Zu dunkel hier zum knipsen. Bringe ein Buch mit der Geschichte raus. Mal schauen, ob ich 1000 Seiten voll bekomme. Die Buddenbrooks toppe ich locker.

23:20 Uhr, Weimar – Gleis 3: Stehen jetzt am Gleis 3 und sollen mit einem IC weiterfahren. Hmmm. Momentan steht an der Info: Nachzug nach Zürich – falsche Richtung, oder?

23:40 Uhr, hinter Weimar: Ja! Wir rollen! Ein IC bringt uns nach Leipzig. Ersatzzug nach Dresden soll es ab Leipzig auch geben.

24:00 Uhr, Naumburg: Es ist unfassbar: jetzt stehen wir in Naumburg, weil unsere Lok einen Schaden an der defekten Oberleitung in Weimar genommen hat. *heul*

00:10 Uhr, Naumburg: Selbst die sehr höfliche Zugbegleiterin ist verzweifelt. „Wir stehen!“

00:15 Uhr, Naumburg: Es kommt uns aus Halle/Saale der Ersatz-IC nach Berlin entgegen und holt uns ab

00:35 Uhr, Naumburg: Die Leitstelle hat den Plan bestätigt, der IC fährt dann in den nächsten Minuten los – Warum jetzt erst, 20 Minuten später???

00:45 Uhr, Naumburg: Reisende nach Halle/Saale nutzen bitte den Regionalzug hinter uns. „Verbleiben Sie vorerst ruhig in unserem IC, hier ist es warm und trocken. Ich sage Ihnen, wenn der Zug fährt.“

01:10 Uhr, Naumburg: Wir verlassen unseren warmen IC und warten an einem anderen Gleis auf den Ersatz-IC nach Berlin über Leipzig.

01:20 Uhr, Naumburg: Irgend ein Bundesamt schreibt vor, dass wir noch nicht losfahren dürfen, weil der FAHRPLAN fehlt. WOOO ist das Ding??? Kommt das mit der Brieftaube?

01:30 Uhr, hinter Naumburg: Nachdem der Ersatzzug da ist und nun endlich der Fahrplan für den Lokführer rangeschafft wurde, fahren wir nun von Naumburg nach Leipzig. Es ist 1:30 Uhr

01:39 Uhr, Großkorbetha: Stillstand!

01:40 Uhr, Großkorbetha: Wir stehen, was ist hier los?

01:45 Uhr, Großkorbetha: Wir stehen noch immer. Keine Infos!

01:58 Uhr, Großkorbetha: Wir rollen an – Glück gehabt – nur 20 Minuten on-top!

02:20 Uhr, Leipzig: Umsteigen in den Ersatz-ICE nach Dresden. Planmäßige Ankunft in Dresden: 03:30 Uhr

03:00 Uhr, irgendwo: „Wegen Bauarbeiten entfällt der Halt in Dresden Neustadt“ – naja, gibt Schlimmeres

03:05 Uhr, irgendwo – egal wir rollen: Die Taxigutscheine werden knapp.

03:10 Uhr, irgendwo: Reisende nach Bautzen und Görlitz bekommen keinen Taxigutschein, weil 40 Minuten nach unserer Ankunft in Dresden ein Zug dort hinfährt – Proteste! Also bitte, warum? Die paar Minuten kann man auch noch warten. *hust*

03:30 Uhr, irgendwo: Hmm, von Dresden Hauptbahnhof ist trotz geplanter Ankunft noch nichts zu sehen.

03:48 Uhr, Dresden Hauptbahnhof: EINFAHRT! AUSTIEG links!

04:00 Uhr, Dresden: Nun im Taxi mit zwei anderen Leidensgenossen. Nun über Pieschen und Radebeul nach Hause!

04:40 Uhr, zu Hause: unfassbar: angekommen um 4:40 Uhr. Reisezeit: 11,5 h, Verspätung: 6,5 h. Gute Nacht!

Nachtrag vom 4. März 2012:
Gestern hatte ich Post von der Deutschen Bahn im Briefkasten – mit der lang ersehnten Überraschung des „Wir möchten uns entschuldigen!!“-Kärtchens. Die Bahn hat in eine Trüffel-Pralinenmischung von Wagner Pralinen investiert. Wow!

Deutsche Bahn Entschuldigungsgeschenk

Zaubernuss (Hamamelis)


Blühende Zaubernuss (Hamamelis) – gehört zur Pflanzengattung der Familie Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae)

World Press Photo des Jahres 2011 von Samuel Aranda

Das Pressebild des diesjährigen World Press Photo Awards stammt vom spanischen Fotografen Samuel Aranda. Sein Foto zeigt eine verschleierte Jemenitin mit einem verwundeten Angehörigen in den Armen. Beide sind in einer Moschee in Sanaa, der Hauptstadt Jemens, die als Feldlazarett genutzt wurde. Aranda fotografierte die Szene im Oktober 2011 während der Proteste gegen den herrschenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Der spanische Fotograf arbeitete im Jemen für The New York Times.

Main Plaza in Frankfurt am Main

Blick auf das „Lindner Hotel“ im Backsteinturm des Main Plaza in Frankfurt am Main