Monatsarchive: Mai 2012

Klein, fein aber hügelig: Luxemburg

Etwa 94.000 Einwohner hat die Hauptstadt Luxemburg des gleichnamigen Großherzogtums. Aber mindestens genauso viele Stufen und Höhenmeter können Touristen überwinden, wenn sie die kleine Stadt erkunden, die auf zahlreichen Plateaus liegt. Geprägt ist das Stadtbild durch das Petruss-Tal, das ausschließlich Fußgängern vorbehalten ist und die Oberstadt vom Bahnhofsviertel durch eine tiefe Schlucht abtrennt. Während man durch die Täler beispielsweise im Stadtteil Grund schlendert, vergisst man schnell, dass man sich in einer der Verwaltungssitze der Europäischen Union befindet. Kleine Häuser und Gärten zäumen den Weg, die Flora zeigt sich von seiner grünen Seite und die Hektik der EU scheint fern zu sein. Überspannt werden die zahlreichen Täler von den für Luxemburg charakteristischen Brücken. Aber auch über die natürlichen Ecken und die Brücken hinaus hat die Hauptstadt des kleinen Landes im Herzen Europas eine Menge zu bieten: eine feine Altstadt, die Kasematten, die Festung mit Bastion Beck, die Cathédrale Notre-Dame de Luxembourg, den Palast des Großherzogs und das Europaviertel im etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Kirchberg.

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Andreas Gursky – Ausstellungskatalog des Kunstmuseums Basel

Ausstellungskatalog "Andreas Gursky" Kunstmuseum Basel
Auf der Suche nach interessanten Bildbänden stieß ich vor Kurzem im Büchergeschäft an der Frankfurter Kleinmarkthalle auf ein Werk mit Bildern von Andreas Gursky – genauer gesagt handelt es sich um den Katalog zu seiner Ausstellung im Kunstmuseum Basel, die von Oktober 2007 bis Februar 2008 dort zu sehen war. Einige der dort ausgestellten und im Katalog gedruckten Fotografien durfte ich 2007 vor der Präsentation in Basel bei einer Ausstellung im Istanbul Modern bewundern.

Die extremen Großformate von Gursky ziehen den Betrachter in ihren Bann und die dezidierte Farbfotografie spitzt die Ausdruckskraft zu. Damit sind auch schon die zwei westentlichsten Gestaltungsmittel der Gursky-Fotografien beschrieben, mit denen der gebürtige Leipziger einer der wichtigsten zeitgenössischen Fotografen geworden ist. Die digital bearbeiteten Fotos verdichten eine Szenerie sehr stark und lassen im Großformat immer neue feine Details erkennen. So sieht die Serie „F1 Boxenstopp“ realistisch aus, auch wenn Gursky hier verschiedene Szenen zusammenkopiert. Die Objektivität der Fotografie stellt Gursky damit in Frage und spielt zugleich mit ihr. Ebenso im Katalog – wenn auch deutlich kleiner abgedruckt – imponieren die Werke und verdeutlichen die Arbeitsweise Gurskys. Darüber hinaus bietet der Band in Deutsch und Englisch Erläuterungen zur Gestaltung der einzelnen Bilder, die gut verständlich und anhand von Grafiken perfekt erklärt werden.

"F1 Boxenstopp" im Ausstellungskatalog "Andreas Gursky" des Kunstmuseums Basel

"Flughafen Frankfurt" im Ausstellungskatalog "Andreas Gursky" des Kunstmuseums Basel