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Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von MaastrichtWas macht man mit 53 Kirchen in einer Stadt wie Maastricht, wenn sie für ihre eigentliche Bestimmung nicht mehr gebraucht werden? Die Holländer haben eine Antwort: Sie bauen die Gotteshäuser zu Hotels um oder nutzen sie als Buchladen, wie die Dominikanerkirche – die älteste gotische Kirche der Niederlande. Bis 1804 diente sie ihrem eigentlichen Bestimmungszweck. Es folgten Zeiten als Pferdestall der Kavallerie, als Standort der Guillotine oder als Boxwettkampf-Stätte. Heute hat die Buchhandelskette Selexyz eine Filiale einrichtet. Bei der Menge an Touristen, die durch die Bücherregale schlendern, will man nicht so richtig glauben, dass hier ernsthaft Bücher gekauft werden – aber warum nicht. Bei der Innenarchitektur wurde darauf geachtet, dass die „zweistöckige Buchhandlung“ den eigentlichen Kirchenraum weiterhin zur Geltung kommen lässt. Innenarchitektur und Kirche agieren nebeneinander aber irgendwie doch sehr harmonisch miteinander. Wer nach all dem Büchershoppen eine Pause braucht, lässt sich im Chor der Kirche nieder und stärkt sich mit leckerem Kaffee und Kuchen. Gilt sonst nicht immer: In der Kirche nicht essen und trinken?! Hmm….

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

Buchhandelskette Selexyz in der Dominikanerkirche von Maastricht

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Ein Besuch im nördlichen Elsass und westliches Lothringen: Phalsbourg, Saverne, Lutzelbourg und Sarrebourg

Bevor diese Woche der Winter wieder zurückkam, luden vergangenes Wochenende milde Temperaturen zu einem kleinen Ausflug ein. Das Ziel: die kleinen Städte und Gemeinden Phalsbourg, Saverne, Lutzelbourg und Sarrebourg im nördlichen Elsass und im westlichen Lothringen.

Zu Besuch auf der Burg Stolpen

Mit Einheitsgrau am Himmel, Nieselregen und Sturmböen wurden wir auf der Burg Stolpen begrüßt. Das herbstliche Wetter vermittelte die mystische Stimmung, die geherrscht haben muss, als die berühmteste Burg-Bewohnerin Gräfin Cosel unter königlichem Arrest seit 1716 bis zu ihrem Tode im Jahr 1765 dort lebte.

Burg Stolpen

Burg Stolpen

Ein Wintertag in der Innenstadt von Leipzig

Die Winterzeit ist nicht ideal für Städtereisen, doch ein kurzer Ausflug nach Leipzig war bei doch immerhin recht milden Temperaturen um den Gefrierpunkt gerade noch akzeptabel. Begünstigend kommt hinzu, dass man sich in Leipzig in unzähligen Passagen wie der Mädler Passage und in Specks Hof oder in Kaffehäusern wie dem Riquet aufwärmen kann, nachdem man vom City-Hochhaus den Blick auf die Stadt genossen und sich den Wind um die Nase wehen lassen hat.

„In Ägypten“ in Wiltingen an der Saar

Ein Wochenendausflug nach Ägypten – an der Saar in dem kleinen Weindorf Wiltingen ist das möglich. Doch leider ließ das Wetter doch zu wünschen übrig. Statt Sonnenschein und 25 Grad Celsius gab es Hochnebel und kühle Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Straße "In Ägypten" in Wiltingen/Saar
Straße „In Ägypten“ in Wiltingen/Saar

Chinesischer Garten „Der Garten des Himmlischen Friedens“ im Bethmannpark von Frankfurt am Main

Impressionen aus dem herbstlichen Chinesischen Garten „Der Garten des Himmlischen Friedens“ im Bethmannpark von Frankfurt am Main

Zitadelle von Bitche

Fährt man von Zweibrücken nach Süden in Richtung Frankreich und weiter in die Stadt Bitche, kommt lange Zeit nichts, dann Wald und schließlich fährt man über eine Bundesstraße den Hang hinab in einen Kessel. Dort liegt die französische Kleinstadt, die kaum mehr als 5.000 Einwohner zu bieten hat. Aber der Blick in den Kessel und auf die im Zentrum liegende Zitadelle ist beeindruckend. Fast surreal wirkt die Szenerie – wie eine Fata Morgana am Horizont. Doch die Zitadelle von Bitche gibt es wirklich. Sie ist gelegen auf einem etwa 350 Meter langen und 30 bis 60 Meter breiten Sandsteinplateau. Dabei überragt sie die Stadt um etwa 80 Meter.

Mit einer Audioguide-Tour lässt sich die monumentale Festung erobern. Etwa eine Stunde dauert der Gang durch 200 Meter der Festungsgänge und dabei bekommen die Besucher acht Videos mit der Geschichte der Zitadelle auf Leinwänden und Monitoren präsentiert. Aber Achtung: Sommer wie Winter liegt die Temperatur hier bei etwa 13 Grad Celsius.

Klein, fein aber hügelig: Luxemburg

Etwa 94.000 Einwohner hat die Hauptstadt Luxemburg des gleichnamigen Großherzogtums. Aber mindestens genauso viele Stufen und Höhenmeter können Touristen überwinden, wenn sie die kleine Stadt erkunden, die auf zahlreichen Plateaus liegt. Geprägt ist das Stadtbild durch das Petruss-Tal, das ausschließlich Fußgängern vorbehalten ist und die Oberstadt vom Bahnhofsviertel durch eine tiefe Schlucht abtrennt. Während man durch die Täler beispielsweise im Stadtteil Grund schlendert, vergisst man schnell, dass man sich in einer der Verwaltungssitze der Europäischen Union befindet. Kleine Häuser und Gärten zäumen den Weg, die Flora zeigt sich von seiner grünen Seite und die Hektik der EU scheint fern zu sein. Überspannt werden die zahlreichen Täler von den für Luxemburg charakteristischen Brücken. Aber auch über die natürlichen Ecken und die Brücken hinaus hat die Hauptstadt des kleinen Landes im Herzen Europas eine Menge zu bieten: eine feine Altstadt, die Kasematten, die Festung mit Bastion Beck, die Cathédrale Notre-Dame de Luxembourg, den Palast des Großherzogs und das Europaviertel im etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Kirchberg.

UNESCO Weltkulturerbe: Brügge in Belgien

Brügge wird ihrem ursprünglichen Namen gerecht, indem es die Brücke zwischen ruhigen Gassen sowie lauten Plätzen und somit zwischen Kleinstadtidyll und Massentourismus bildet. Leider überwiegt spätestens gegen Mittag, wenn der Touristenstrom seinen Höhepunkt erreicht, die Hektik. Besucher strömen durch den mittelalterlichen Stadtkern, stürmen Kirchen während der Gottesdienste und lassen sich von Motorbooten und Kutschen im Galopp durch die Stadt fahren. Dazu kommen zahlreiche Einheimische und Besucher auf Fahrrädern. Alle wollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel von der Stadt sehen, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Leider stören Sie dabei die Ruhe, die die im Norden Belgiens liegende Stadt ausstrahlen könnte: Kleine Backsteinhäuser säumen die Ufer der Reien – Kanäle, die die Stadt durchziehen – und die Windmühlen auf der Wallanlagen um die Stadt herum vermittelt den Eindruck, als wäre die Nordsee zum Greifen nahe. Doch bevor man diese Impressionen genießen kann, muss man sich weit von den klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem Grote Markt mit dem Belfried, der St.-Salvator-Kathedrale oder der sehenswerten Heilig-Blut-Basilika entfernen. Dennoch lohnt sich die Fahrt in den Norden, um Brügge einen Besuch abzustatten und einen Ausgleich zu all den hektischen Touristen zu bilden.

Reise-Fakten:
Anreise: Mit dem Auto ab Brüssel, etwa 1 Stunde
Parken: Parkhaus am Bahnhof für 3,50 pro Tag inkl. Bustransfer in das Stadtzentrum und zurück oder 20-minütiger Spaziergang.

Reisereportage Brüssel: Auch für Nicht-EU-Parlamentarier eine Reise wert

Brüssel gilt als die Hauptstadt der Europäischen Union. Doch neben dem Sitz des EU-Parlaments bietet die Stadt im Herzen Belgiens mehr als nur einen Arbeitsplatz für EU-Parlamentarier, Lobbyisten und Korrespondenten. Vor allem über die Wochenenden und Feiertage kommt die sonst pulsierende Stadt zur Ruhe. Trotz der regelmäßigen Medienpräsenz besuchen die belgische Hauptstadt vergleichweise wenige Touristen.

Dabei bietet die Innenstadt und auch die einzelnen umliegenden Stadtteile viele Sehenswürdigkeiten und Sehenswertes: Der Grand‘ Place mit dem Rathaus, Stadtmuseum und zahlreichen Zunfthäusern sowie die Umgebung mit Börse, Oper und Manneken Pis bilden die touristischen Highlights. Außerhalb des direkten Zentrums locken beispielsweise der Justizpalast, das Europa-Viertel, das Atomium und zahlreiche Jugendstilhäuser sowie Stadtteile zum genießen – wie rund um den Place du Grand Sablon.

Auf der anderen Seite warnen Reiseführer und Medien regelmäßig vor hoher Kriminalität sowohl in der Innenstadt als auch in den angrenzenden Stadtteilen und vor allem in Metros, Trams und Bussen. So stoßen in der Nähe des Fischmarktes ein „reiches Viertel“ auf ein „armes Viertel“ und im Norden Brüssels um den Nordbahnhof im türkisch/marokkanischen Stadtteil Schaerbeek Islam auf Rotlicht. Auch wenn Brüssel damit zu den fünf gefährlichsten/tödlichsten Städten Europas zählt, sollte man sich dadurch nicht von einem Besuch abschrecken lassen. Wie in jeder Großstadt gilt auch in Brüssel: Augen auf an touristischen Plätzen vor (auch sehr jungen) Dieben, Vorsicht in dunklen Gassen am Abend und in der Nacht, Brennpunkte wie um den Nordbahnhof oder Bahnhof Midi meiden oder nur in einer Gruppe tagsüber aufsuchen.

Reise-Fakten:
Reisezeit: Anfang April, 2 1/2 Tage
Übernachtung: Hotel Villa Royale, frisch renoviert, kleine aber feine Zimmer, 20 Minuten zu Fuß in die Innenstadt, freundliches Personal. Parkhäuser in der Umgebung (15 Euro/Tag). An Wochenenden und Feiertagen locken günstige Übernachtungskosten in ganz Brüssel.
Essen: In Brüssel warten zahlreiche Sternerestaurants und unzählige Brasserien auf hungrige Mägen. Getestet und als sehr gut empfunden: Le Forestier – Brasserie, Rue Haute 2 (kaum touristisch, lecker und Deutsch sprechender Inhaber, Hauptgänge zwischen 8 und 17 Euro.
Kurze Pause: Brüsseler Waffeln oder „Half/Half“ (Mix aus Wein und Champagner) in der Brasserie mit Jugendstilambiente „Le Cirio“ neben der Börse.
Snacks: Brüssler Waffeln (z.B. in der Straße „Stoofstraat“, ab 1,50 Euro in der Innenstadt. Pommes Frites mit zahlreichen Saucenvariationen am Place de la Chapelle. Belgische Pralinen z.B. von Leonidas (zahlreiche Geschäfte in der Stadt).
Getränke: Belgisches Bier in zahlreichen – skurrilen – Variationen mit teils Schwindel erregendem Alkoholgehalt.
Nicht vergessen: Montag bis Freitag ist der Justizpalast (heute: Gerichtsgebäude) geöffnet und jeder darf ungehindert durch das imposante Gebäude schlendern oder in den „Beratungsnischen“ Postkarten schreiben – absolut sehenswert! Die gigantische – wenn nicht sonderlich hübsche – Nationalbasilika des Heiligen Herzens am Kuckelberg. Die Kirche Nôtre-Dame au Sablon am Place du Grand Sablon. Den Ausblick vom Restaurant des Musée des Instruments de Musique (Musikmuseum) genießen und den Jugendstil des Gebäudes bewundern (Restaurant ohne Eintritt).